Informationen und Material über den Stadtteil im Osten von Bayreuth

Allgemeine Infos
Lage - Infrastruktur...

Bilderspaziergang

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Chronik
bis1600
Entstehung
bis 1800
Zeit der Markgrafen
bis Eingemeindung 1939

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Das alte Dorf
Straßen und Plätze

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Kirchengemeinde

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Schloss und 
Park Eremitage

siehe auch
www.eremitage-bt.de

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Blick auf Bayreuth

Wissenswertes 
über Bayreuth

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INFO

Texte und Bilder:

Erich Krause

Wo nicht eigenes Material
verwendet wurde,
ist dies angegeben.

 

Mail:

mail@
johannis-bt.de

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www.
krause-online.de

Impressum

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Seniorenclub St. Johannis:
Straßen und Plätze
im alten Dorf St. Johannis
zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den 20er-Jahren

In St. Johannis gab es in jenen Zeiten keine Straßennamen, diese wurden erst in den 60er-Jahren eingeführt.

 

Treffpunkt für Jung und Alt war der "Dorfplatz" (im 3. Reich Hindenburgplatz und heute Altentrebgastplatz genannt). Im Nordosten wurde dieser Platz begrenzt von der Pfarrgartenmauer, der Schmiedsscheune (Grimm und dem Kernshaus, in dem sich eine Verkaufsstelle des Konsumvereins befand (wurde 1945 kriegszerstört). Im Osten war das Anwesen des Büttners Joh. Strömsdörfer und im Süden der kleine Tante-Emma-Laden Kroher, die Pfarrscheune, das Anwesen Dunker und das Spritzenhaus. Im östlichen Drittel des Dorfplatzes war der Dorfweiher, der auch als Feuerlöschweiher diente. Er war mit einem meterhohen Staketenzaun mit zwei Türchen eingefriedet. Einige Steintreppen führten hinab zum Wasser, dort wuschen die Hausfrauen ihre Buntwäsche. Zwischen der Dorflinde und dem Dorfweiher stand ein Holzmast zur Trocknung der Feuerwehrschläuche.

 

Der Dorfplatz war für die Kinder der Treffpunkt für ihre harmlosen Spiele. Davon seien nur einige genannt: Beim Einschieben mit Schussern (in Bayreuther Mundart "Märbel") versuchten die Spieler möglichst viele der ausgemachten Anzahl Schusser in ein ca. 2 - 3 Meter entferntes flaches Loch zu bringen. Weitere beliebte Spiele waren Suckelsautreiben, Bär-Raus, Battscheck, Tanzbärtreiben (mit dem Kreisel) und "Fangalas".

 

Der heutige Varellweg hieß damals schlicht und einfach "das Dorf". Vom Altentrebgastplatz bis zum Zellershäusla ziemlich steil ansteigend, war er für Schlitten- und Schlittschuhfahren bestens geeignet, Natürlich war dann diese Straßenglätte ein Ärgernis für die Hausfrauen, wenn sie zum Einkaufen oder Wasserholen (mit der Bütte) gehen mußten. Aber auch der "Backstaberg", die heutige Eremitagestraße, war für den Wintersport bestens geeignet.

 

Der heutige Sandnerweg, benannt nach dem früheren Schulrat Sandner, war früher die "Wärtsgaß", weil sie an der Wirtschaft Angerer vorbei führte.

 

Die Imhofstraße hieß früher im Kanzer Volksmund die "Flederwischgaß" oder auch "Leichweg". Über die Bezeichnung Flederwischgass' (Flederwisch = Flügel der Gans oder Ente), führen die Deutungen zu verschiedenen Meinungen. Gassen, Gässla genannt, gab es genügend, so zum Beispiel: das "Willsgässla" mit dem Gässlasbrunnen, das "Thurnsgässla", das "Schulgässla" (vom Haus Holländer zur alten Schule).

 

Die "Schlossgaß" führte vom "Dorfplatz" bis zur Brücke über den Roten Main und wurde in der Verlängerung dann die "Pfaffengasse" genannt. Heute bilden die beiden letztgenannten Gassen die "Steinachstraße". In der St. Johannisser Flur gab es einen "Bayreuther Weg" über den "Katzenbuckel" (kürzester Weg in die Stadt und reiner Ernteweg). Der Weg über die "Röth" zur Stadt (Verbindungsweg ab Kriegerdenkmal zur Königsallee, heute Ziegelleite genannt und bis zur neuen Schule als Straße ausgebaut) und die "Ochsenhut" als schmale Verbindungsstraße nach Eremitenhof und Seulbitz, seien hier nur erwähnt.

 

Dieser Text wurde vom Seniorenclub St. Johannis verfasst
(für die Stadtteilzeitung "Blickpunkt St. Johannis" des SPD-Ortsvereins / Dez. 1980)